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Zusammenfassung – The Big Five for Live (war wirklich zählt im Leben)

4. Mai 2015

Vor vier Jahren bin ich auf dieses Buch gestossen und habe dies in einem Urlaub gelesen. Die Ansätze darin haben mich damals schon fasziniert und nun bin ich letzte Woche wieder drübergestolpert und habe es gleich nochmals gelesen. Ich fasse hier, die für mich relevantesten Punkte kurz zusammen.

Im Kern geht es darum, dass ein Unternehmen unbedingt den sogenannten Zweck der Existenz (ZDE) definieren muss. Menschen sollen dabei ebenfalls ihren ZDE definieren und zusätzlich die sogenannten Big Five for Live. Die Big Five for Live sind fünf Dinge, die wir tun, sehen oder erleben möchten, bevor wir sterben – diese fünf Dinge machen das Leben zum Erfolg.

Das Konzept ist nun, dass man sich Leute ins Unternehmen holt welche zum ZDE des Unternehmens passen. Man bringt diese Personen dann in Positionen, in denen sie ihre Big Five for Life erfüllen können – einfach in dem sie ihren Job machen. Und dann bringt man ihnen bei, das Gleiche für die Leute zu tun, welche sie führen. That’s it. Eigentlich gar nicht so kompliziert in der Theorie, doch nicht ganz einfach umzusetzen – aber faszinierender und schöner Ansatz, den ich wertvoll finde weiter zu verfolgen.

Im Folgenden nun ein paar Ausschnitte aus dem Buch, ergänzt mit ein paar Gedanken:

  • Es ist wichtig jemanden auf eine Führungsrolle vorzubereiten und dass sie/er entsprechend Zeit dafür bekommt. Mir selber ist zudem wichtig, dass Führungskräfte die verschiedenen Führungsstufen durchlaufen, d.h. zuerst mal Erfahrung im Führen einzelnen Mitarbeitenden sammeln und erst dann Führung über mehrere Stufen übernehmen. Wichtig sind mir auch Gespräche mit den Mitarbeitenden, um sie auf die neue Rolle vorzubereiten – sind sie sich bewusst was Führung bedeutet? Sind sie bereit sich von gewissen Tätigkeiten zu lösen und sind sie sich der grossen Verantwortung bewusst?
  • Seinen Mitarbeitenden Essensgutscheine verteilen, damit Sie mit ihren Kunden und Geschäftspartnern Essen gehen um diese Beziehungen zu vertiefen
    Noch besser wenn die Firma dazu ein hauseigenes Restaurant hat ;-). Finde ich eine sehr tolle Idee um die Kunden/Partnerbeziehungen aktiv zu pflegen.
  • Kluge Führungskräfte werben nicht um die besten Mitarbeitenden und Kunden sondern ziehen diese an: ein Unternehmen mit einem definierten Zweck der Existenz (ZDE) gibt zum Ausdruck: ich bin ein Zebra und nichts anderes. Wenn du auch ein Zebra bist, dann schliess mich mir an.
    So klarer man definiert was man ist, so klarer wird es inwiefern es passt – und das hilft beiden Parteien.
  • Man muss tun, was man möchte, solange man es noch kann
    Oh wie war! Dies wird einem erst wieder bewusst, wenn man Menschen sieht, welche dies nicht mehr können.
  • Fähige Leute brauchen niemanden, der ihr Verhalten überwacht.
    Sicher braucht es ein paar gemeinsame Checkpunkte (würde dies nicht gerade als Überwachung bezeichnen), da man ja gerade am Anfang rausfinden muss, was für Erwartungen gelten, doch wegen der hohen Eigenmotivation und Produktivität durch den Einklang des ZDE und der Big Five for Live wird dies über die Zeit nicht mehr nötig.
  • Wenn man etwas Neues erreichen will, wendet man sich am besten an Leute, die das, was man selbst tun, sehen oder erleben möchte, bereits getan, gesehen oder erlebt haben – oder zumindest Ähnliches. Da wir nur ein begrenztes Mass an Zeit und Energie sollten wir uns darauf konzentrieren, von den besten Leuten zu lernen.
    Dazu beschreibt der Autor auch ein Konzept zur gegenseitigen Herausforderung von Geschäftsideen – die Idee ist von bestehenden erfolgreichen Unternehmern zu lernen. Personen die das was man machen will schon mal in einer ähnlichen Art gemacht haben.
  • Gute Führungskräfte wollen nicht einem Unternehmenszweig vorstehen, sondern als Geschäftsführer die Entscheidung auf höchster Ebene fällen.
    Für jedes neues Geschäftsfeld schlägt der Autor vor ein neues Unternehmen zu kreieren. Dies gibt den Führungskräften mit viel Potential die Möglichkeit sich als „richtiger“ Unternehmer zu betätigen und führt zu Vakanzen im Unternehmen welches diese Führungskraft verlässt. Somit gibt es stets Möglichkeiten und Perspektiven für High-Potentials.
  • Erfolgreiche Führungskräfte sollen sich von der Vorstellung verabschieden, dass sich alles um das Geschäftliche dreht – es geht ums Leben. Und genau diese Wertvorstellung führt zu guten finanziellen Ergebnissen.
    Und daher auch das Ziel der Ermöglichung der Big Five for Live. Doch eine schöne Vorstellung da zu sein um den Lebenstraum seiner Mitarbeitenden zu ermöglichen. Jedoch siehe auch gleich nächster Punkt!
  • Jedoch: Wenn ein Unternehmen nicht rentabel wirtschaftet, wird es ziemlich bald kein Geld mehr haben und dann kann es dicht machen – egal wie grossartig das Arbeitsumfeld auch sein mag, egal wie gerne die Angestellten dort arbeiten oder wie erfüllend ihre Jobs sein mögen.
    Dessen gilt es sich auch immer wieder bewusst zu sein – eine Führungskraft hat nicht nur zum Wohle seiner Mitarbeitenden, sondern auch zum Wohle des Unternehmens zu schauen
  • Wenn man die Leute stark antreiben muss, damit sie ihren Job erledigen, dann hat man entweder die falschen Leute oder aber die richtigen Leute machen den falschen Job.
  • Führungskräfte müssen sich die Zeit nehmen ihren Mitarbeitenden genau zu erklären, welche Ziele erreicht werden sollen und warum.
    Betroffene beteiligen (und nicht Beteiligte betroffen machen). Das Warum hilft fundierte Entscheide zu fällen
  • Yoda :-): Es gibt keinen Versuch. Entweder man tut es oder man lässt es
  • Es reicht nicht eine offene Türe zu haben, man muss die Leute auch dazu auffordern einzutreten
    Dessen ist man sich oft nicht bewusst. Man denkt, man sei doch offen für alle Anliegen und stets bereit zu helfen – doch das müssen die Leute auch Wissen
  • Jedes Jahr die unliebsamsten und zeitintensivsten Aufgaben ermitteln und die schlimmsten zehn Prozent davon loswerden oder überlegen wie man diese auf eine angenehmere Art und Weise erledigt
  • Wenn man nicht nur mittelmässig sein will, dann muss man auch Mal stolpern
    Drachen fliegen nur wenn sie gegen den Wind fliegen :-). Gezielt Risiken eingehen muss sein, ansonsten kann ich nicht das maximal rausholen.
  • Nicht nur Kosten und Aufwand, sondern auch Output anschauen (K + A < O)
    Häufig liegt der Fokus auf den Kosten – der Output ist jedoch auch meist sehr schwierig zu berechnen ohne dabei einen zu einfachen Case zu machen (jeder spart 2′ pro Tag, also ergibt dies…). Aber es lohnt sich alle drei Paramter zu beachten und nicht nach dem K zu stoppen.
  • Erfolg = Produktivität / Fluktuation
  • Wenn ich selbst bei den Sachen, die mir nicht so wichtig sind, erfolgreich bin, wie enorm erfolgreich wäre ich dann bei Sachen die mich wirklich begeistern?
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