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ZUSAMMENFASSUNG – Die sieben Wege zur Effektivität (Seven Habits of Highly Effective People)

29. Januar 2010

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Einige Learnings aus dem Buch habe ich auch in meine Führungsarbeit einfliessen lassen. Dazu habe ich auch eine Themenserie „10 Führungsprinzipien und Erfolgsmethoden“ ausgearbeitet. Weiteres zum Thema Führung/Leadership von mir findest du auch auf Twitter.
Und aktuell ist vielleicht auch das spannend für dich: „Führungsjobs als Ziel? Oder Scheissjob? Und braucht es noch Chefs?

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Aus dem Buch: „Seit der Erstveröffentlichung im Jahre 1990 ein Business-Bestseller mit über 10 Millionen verkauften Exemplaren. In seinem Buch erkennt Stephen Covey, eine international anerkannte Autorität auf dem Gebiet des Selbstmanagement, daß der wahre Erfolg nur durch eine ausgewogene Mischung aus privater und beruflicher Effektivität erlangt werden kann. Das Buch versteht sich also als ein Leitfaden zur Verbesserung beider Lebensbereiche“.

Die sieben Wege zur Effektivität bilden einen prinzipien-orientierten, auf der Charakter-Ethik beruhenden Zugang zu persönlicher und zwischenmenschlicher Effektivität von „innen“ nach „ausssen“.

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Die sieben Wege zur Effektivität. Ein Konzept zur Meisterung Ihres beruflichen und privaten Lebens – Stephen R. Covey
ISBN: 3897495732
Amazon: http://to.ly/ZNe
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Ich habe das Buch damals nach meinem Studium zum Start ins Berufsleben bei Accenture (damals noch Andersen Consulting) bekommen. Schon damals haben mich viele Punkte aus dem Buch zum Denken angeregt und einiges davon konnte ich in meinem Alltag erfolgreich anwenden. Dinge wie „seine Energie auf seinen Wirkungskreis zu fokussieren und nicht wie oft ausserhalb“,  „sich in die Lage des anderen versetzen“, „Unsere Art, das Problem zu sehen, ist das Problem“ oder „zwischen Reiz und Aktion liegt die Wahl“ sind einfache Werkzeuge und Erkenntnisse, die jedoch immer wieder missachtet werden. Immer wieder grabe ich dieses Buch aus und finde immer wieder wichtige Elemente, an welchen ich arbeiten kann.

Ich habe auch eine ausführliche Zusammenfassung geschrieben, welche ich jedoch bezüglich rechtlichen Bedenken nicht publizieren möchte.

Inzwischen habe ich das Buch auch schon x-Mal verschenkt 😉

Im folgenden findest Du eine Zusammenfassung und Kommentierung des ersten Teiles des Buches.


Paradigmen und Prinzipien

  • Nur eine grundlegende Wahrhaftigkeit verleiht den Sozialtechniken Leben – oder auch „ehrlich währt am längsten“. Eigentlich simpel, doch es ist enorm wichtig, trotz vielen Interessenskonflikten im Alltag eines Managers, sich selbst zu bleiben und immer das zu Tun, was man selbst für richtig hält.
  • Wir vermitteln viel besser das, was wir SIND (Charakter-Ethik), als das, was wir SAGEN (Image-Ethik). Das bedeutet ganz einfach, dass wir wiederum uns selbst sein sollen. Sich nicht verstellen.
  • Ein Paradigma ist die Art, wie wir die Welt sehen. Paradigmen sind Landkarten. Das heisst sie entsprechen nicht der Wahrheit, sondern sind nur eine Darstellung der Wahrheit.
  • Wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist, sondern so, wie wir sind oder wie wir sie zu sehen konditioniert sind. Das heisst es gilt sich dieser Konditionierung bewusst zu sein und zu akzeptieren, dass es auch andere Landkarten für diese Welt gibt. Und je besser wir unsere Paradigmen kennen und in welchem Umfang wir von unserer Erfahrung beeinflusst worden sind, desto mehr Verantwortung können wir für diese Paradigmen übernehmen.
  • Um grosse Verbesserungen in unserem Leben zu erzielen, müssen wir die Arbeit an der Wurzeln/Paradigmen aufnehmen, denen diese Einstellungen und Verhaltensweisen entspriessen.
  • Das prinzipien-orientierte Paradigma: Charakter-Ethik sagt, dass Prinzipien die Effektivität des Menschen bestimmen. Die Image-Ethik hingegen ist illusionär und trügerisch
  • Der Paradigmen-Wechsel – eine wunderschöne Geschichte zum Thema verschiedene Landkarten/Paradigmen/Prinzipien:

„Zwei der Ausbildungsschwadron zugeteilte Kriegsschiffe üben seit Tagen bei schwerem Wetter Manöver. Ich fuhr auf dem Leitschiff und hatte gegen Abend Dienst auf der Brücke. Nebelschwaden erschwerten die Sicht, also blieb auch der Kapitän oben und überwachte alles. Kurz nach Anbruch der Dunkelheit meldete der Ausguck: “Licht steuerbord voraus!” “Bleibt es stehen, oder bewegt es sich achteraus?” Der Ausguck antwortet: “Es bleibt, Kapitän.” Das hieß, dass wir uns auf einem gefährlichen Kollisionskurs mit dem anderen Schiff befanden. Da rief der Kapitän dem Signalgast zu: “Schicken Sie dem Schiff ein Signal: Wir sind auf Kollisionskurs, empfehlen 20 Grad Kursänderung.” Zurück kam das Signal: “Empfehlen Ihnen, den Kurs um 20 Grad zu ändern.” Der Kapitän sagt: “Melden Sie: Ich bin Kapitän, Kurs um 20 Grad ändern.” “Ich bin Unteroffizier”, lautete die Antwort. “Sie sollten Ihren Kurs besser um 20 Grad ändern.” Inzwischen war der Kapitän ziemlich wütend. Er schimpfte: “Signalisieren Sie, dass ich ein Kriegsschiff bin. Er soll den Kurs um 20 Grad ändern.” Prompt kam die Antwort zurückgeblinkt: “Ich bin ein Leuchtturm.” Wir änderten den Kurs.

  • Was ist die Analogie zu den Leuchttürmen – genau, es sind die Prinzipien. Es sind Naturgesetze, die man nicht durchbrechen kann.
  • Prinzipien definieren die „objektive Realität“, Praktiken/Paradigmen hingegen sind situationsspezifisch. Je besser unsere Paradigmen mit diesen Prinzipien (= natürlichen Gesetzen) übereinstimmen, desto genauer und effektiver werden sie sein
  • Unsere Art, das Problem zu sehen, ist das Problem
  • Gewohnheiten sind machtvolle Faktoren in unserem Leben. Sie bringen ständig und täglich unseren Charakter zum Ausdruck und produzieren unsere (In-)Effektivität
  • Gewohnheiten sind verinnerlichte Verhaltensmuster und sind die Schnittmenge von Wissen (was, warum), Fertigkeiten (wie) und Motivation (ich will).
  • Der Reifeprozess geht von Abhängigkeit (Paradigma von „du“), zu Unabhängigkeit (Paradigma von „ich“) zur Interdependenz (Paradigma von „wir“)
  • Als interdependenter Mensch habe ich die Möglichkeit, mich selbst sinnvoll bei anderen einzubringen, und ich habe Zugang zu den unermesslichen Ressourcen und dem Potential anderer Menschen
  • Das Paradigma der sieben Wege:
    • Abhängigkeit
    • Der private Sieg
      • (1) Pro-aktiv sein
      • (2) Schon am Anfang das Ende im Sinn haben
      • (3) Das Wichtigste zuerst
    • führt zu Unabhängigkeit
    • und der öffentliche Sieg
      • (4) Gewinn/Gewinn denken
      • (5) Erst verstehen, dann verstanden werden
      • (6) Synergie erzeugen
    • führt zu Interdepedenz
    • (7) Die Säge schärfen
  • Effektivität beruht auf dem P/PK-Gleichgewicht. P = Produktion (goldene Eier) und PK = Produktionskapazität (Gans). Es gilt in beides zu investieren. Wer nur erntet und nicht säht kommt nicht weit.
  • „Man kann die Hand eines Menschen kaufen, aber nicht sein Herz (Enthusiasmus, Loyalität) und man kann seinen Rücken kaufen, aber nicht sein Gehirn (Kreativität, Einfallsreichtum und seine gestige Beweglichkeit)“

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Bei Interesse empfehle ich dir u.a. die Themenserie „10 Führungsprinzipien und Erfolgsmethoden„. Gerne mache ich zu diesen Erfolgsmethoden auch einen Vortrag oder Workshop mit deinem Team 😉

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