Archive for April 2009

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Positive Umsatzauswirkung des Freemium-Modells

23. April 2009

Das Freemium-Geschäftsmodell wird immer relevanter und hat gerade durch den iPhone AppStore-Hype weiter an Relevanz gewonnen.

Bei der Erstellung einer kostenlosen Softwareversion entstehen kaum Kosten und die Praxis zeigt. Hingegen kann der Umsatz dadurch erheblich gesteigert werden. Dies entgegen der oft vertretenden Meinung, dass man ja durch kostenlose Versionen freiwillig auf Umsatz verzichtet. Es gilt dabei eine geschickte Form der kostenlosen Version zu finden, d.h. etwas was dem Benutzer schon einen gewissen Mehrwert bringt (sonst lässt sich die kostenlose Version gar nicht vertreiben und ein viraler Effekt tritt nicht ein). Zudem soll die kostenlose Version den Benutzer später (oder auch gleich) dazu bringen auf eine bezahlte Version umzusteigen. Und falls nicht hat man trotzdem einen weiteren Benutzer, der positiv über die Software spricht. Gut ist natürlich wenn man es schafft mit dem Benutzer in Kontakt zu bleiben (z.B. einfache Registration, Wettbewerb). Somit kann man den Benutzer auch zu einem späteren Zeitpunkt (wenn z.B. weitere relevante Funktionalitäten dazugekommen sind) zum Upsell animieren.

Die folgende Grafik aus einer Studie zu iPhone-Apps zeigt was das Freemium-Modell für Auswirkungen auf den Umsatz haben kann:

free-to-paid

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Chancen von Social-Media

22. April 2009

Dieser Artikel basiert auf einem Bericht der Hamburger Agentur kempertrautmann im Buch „Marketing 2009“.

Wie der Journalist Peter Glaser 2008 schon sagte, kämpfen Unternehmen, Medien und Werbeagenturen mit Millionenbudgets verzweifelt gegen die kontinuierlich schwindende Wirkung der Massenmedien. Doch diese Erzwingung von Aufmerksamkeit ist nicht mehr zeitgemäss, denn der moderne Mensch verteilt sein begrenztes Zeitbudget auf immer mehr Medien und nutzt diese parallel. Die Medieninhalte werden dabei immer mehr ort- und zeitunabhängiger genutzt und unerwünschte Werbebotschaften werden automatisch ausgeblendet oder bewusst ignoriert.

Social-Media-Technologien überwinden das einst vorherrschende Gefälle zwischen Sender und Rezipienten und bieten neue Chancen:

  • Social-Media erweitern die kreative Spielwiese für involvierende Kampagnen durch erhöhtes Interaktions- und Kollaborationspotenzial (scharen von Zielgruppen und Auseinadersetzung mit dem Angebot steigern). Z.B. Alternate Reality Games
  • Social-Media eröffnen neue Wege der Zusammenarbeit und Kundenbindung. Z.B. Zooppa (the world’s largest source of user-generated advertising)
  • Social Media liefern detailliertes Wissen für Kampagnenplanung und Dialogmarketing
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Internet-Briefing@Bern 2009 – Tag 1

1. April 2009

Am 1/2. April fand/findet die Internet-Briefing@Bern Konferenz statt.

Im Folgenden eine Zusammenstellung ein paar relevanter Punkte der Sessions von Tag1 (Tag2 muss ich passen):

10 zündende Ideen zum viralen Marketing (Markus Gabriel, Angelink)

Ein sehr ansprechender Vortrag, der die verschiedenen Facetten des viralen Marketings anhand von gut gewählten Beispielen zeigt.

Abstract:
Alle Marketer hoffen darauf, dass sich ihre Botschaft nicht nur durch teure Werbung, sondern auch durch kostenlose Mund-zu-Mund-Werbung verbreitet. Aber mit Hoffen ist es nicht getan. Hinter jedem Lauffeuer steckt ein zündender Funke.

Sie erfahren, welche Zutaten in der Kommunikation deren Eigendynamik fördert und damit qualitativen und quantitativen Mehrwert schaffen. Sie werden fähig sein, ihre Kommunikationskonzepte auf deren Viraltauglichkeit zu überprüfen und deren Effizienz zu steigern.

– Was funkt und was funktioniert nicht?

– Welche Muster und Motive, welche psychologischen Trigger stecken hinter erfolreichen Viral Aktionen?

Dieser Vortrag legt die zündenden Erfolgsfaktoren frei.

Link zum Vortrag.

In a Nutshell / Essentials

  • Wow Effekt kreieren
    • Werbefilm
    • Event / Happening / Guerillia Aktion (Achtung, kann auch als Spam angesehen werden)
  • Gratis
    • 2 für 3
    • Test-Drive (antesten)
    • Freemium (ein Teil Free, ein Teil gegen Bezahlung (Premium))
    • Live-Shopping (Angebote für eine gewisse Zeit, e.g. fashion-friends.ch (bei mir melden, wer eine Einladung will)
  • Virals (Filmchen)
    • Schadenfreude (zieht immer!)
    • Schock
    • Echt/Falsch Frage anregen
    • Persiflage
    • Tabu brechen (Achtung wegen Image)
    • Mysthik
    • Celebs
    • Kunststücke
  • VIP
    • Sonderbehandlung
    • Vergünstigung
    • Preview
    • Jeder spricht gerne über seine Sonderbehandlung
  • Competition
    • Games
    • Ranking (muss erreichbar sein)
    • Duells
    • Voting (Animieren von Freunden für sich zu voten z.b. bestes Bild)
  • Games
    • Fun
    • Geschicklichkeit
  • my friend
    • Schenken
    • Exklusive Einladung
    • Veräppeln
  • I hero
    • Sich promoten können (Kopf auf tanzenden Elfen)
    • Am I hot?
    • Werbung, wo eigener Namen/Kopf abgebildet ist
  • Mee too
    • Member (Wunsch Teil einer Gruppe zu sein)
    • Wohltätige Promotion
  • System
    • Share this
    • Tell a friend
    • Send to a friend
    • Digg this
    • Widgets/ gadgets

Branding und search (Patrick C. Price, Idealizer)

Patrick Price ist für Abwesenden Referenten eingesprungen. Sein Vortrag war sehr spannend und hat die Wichtigkeit einer guten SEO anhand diverser Praxisbeispiel aufgezeigt. Im Folgenden nur ein paar für mich relevante Erkenntnisse:

In a Nutshell / Essentials

  • Normalerweise kommen 60-80% der Treffer auf ihre Webseite über den Brand Name
  • Heatmap der Google-Trefferliste zeigt, dass 56% auf Position 1 klicken (14% auf pos 2 und 10% auf pos 3)
  • Title Tag maximal 66 Zeichen
  • Description maximal 155 Zeichen
  • Call to Action in die Description einbauen

Kundendialog ohne Anwesenheit: Ihre Suchmaschine (Markus Steinbach, namics)

Der Vortrag zeigte einige wesentliche Punkte, die es bei der eigene Suchmaschine zu beachten gibt. Es wird vor allem auf die Wichtigkeit der eigene Suche eingegangen, die häufig vernachlässigt wird.

Abstract:
Suche im Internet, meistens per Google, ist einer der häufigsten Wege zum Angebot. Also wird nicht nur die Suchfunktion auf der eigenen Website zunehmend genutzt, auch deren Qualität wird mit Web-Suchmaschinen verglichen. Doch wie gut ist dieser Frage- und Antwort-Dialog des Besuchers mit ihrer Website? Nach diesem Vortrag können Sie über die Analyse des Suchverhaltens konkrete Nachfragehinweise für ihr eigenes Angebot nutzen und Sie verfügen ber Tipps wie Sie ihre Suchfunktion konkret verbessern können.

  • Wie funktioniert Suche?
  • Erwartungen des Kunden an die Suchfunktion
  • Qualitätsmerkmale
  • Tipps zur Verbesserung

In a Nutshell / Essentials

  • Suche ist nach E-Mail zweithäufigster Nutzungsgrund des Internet
  • Suchen lernt man bei Google (Benutzererwartung)
  • Suche ist Dialog
  • Funktionierende Site Suche ist fortsetzung des SEM
  • Wichtig ist die konstante Auswertung der Site-Suche (Suchbegriffe, wird die Trefferliste genutzt?)
  • Option: mehrere Trefferlisten (Kategorien) zeigen
  • CMS soll Index updaten (push)
  • Die interne Suche ist eine Anwendung (konzipieren, implementieren, Betrieb optimieren) und wird oft vernachlässigt
  • Suche im Firmenumfeld (Site-Suche) ist keine Websuche (diverse Datentypen, Verschiedene Anwendungsfälle z.B Produktsuche)

Onlinekommunikation – die Psychologie der neuen Medien (Annette Kielholz)

Es wird auf die Wichtigkeit der Psychologie in der Onlinekommunikation eingegangen.

Abstract:
Gerade auch im Web 2.0 ist es sehr wichtig, das Potential psychologischer Prozesse zu kennen. Eine sorgfältige Analyse der Ziele, die man mit solchen Angeboten erreichen will, und ein ausgearbeitetes Risikomanagement können durchaus auch mal zu einem ?Nein? oder zu einer schlankeren Variante der Online-Kommunikation führen. Nicht die maximale Interaktion mit den Kunden ist gefragt, sondern das richtige Maß, das den Dialog optimal unterstützt. Mit den vielen Facetten der Online-Kommunikation souverän und nüchtern umzugehen, dazu trägt das Wissen um die psychologischen Grundlagen bei.
– welche psychologischen Mechanismen im Internet zum Tragen kommen
– wie Unternehmen auf dieser Basis ihre Online-Präsenz professionell gestalten können in den Bereichen
Website
Newslettergestaltung
in E-Mails,
bei Marketing und PR-Aktivitäten
in der Kundenkommunikation.
– Neue Phänomene kritisch betrachtet auf Nutzen und Risiken
– Wie mit der nötigen Nüchternheit online professionell kommunizieren.

In a Nutshell / Essentials

  • Die Onlinekommunikation hat eine eigene Dynamik, die es zu beachten gilt: Reduziert, enthemmt, unkontrollierbar
  • Online ist nicht immer das beste Kommunikationsmittel!
  • So kleiner der Nutzen und/oder das Bedürfnis, so höher muss die Wahrnehmung beim Empfänger gepushed werden
  • Wie kann man das Erinnerungsvermögen steigern -> Bezug zur Person, selber etwas produzieren, positive oder negative Emotion, vielseitige Auseinandersetzung mit dem Thema
  • Ingame-Werbung funktioniert sehr gut, da interaktiv