Archive for Februar 2009

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Strategische Unternehmensführung in KMU

24. Februar 2009

Grundlage zu diesem Artikel ist der Beitrag von Prof Dr. Peter Abplanalp (FHNW) über "Strategische Unternehmensführung" im KMU-Fokus Magazin der Neuen Aargauer Bank.

  • "Betriebliche Effizienz" ist noch keine "Strategie"! Veranschaulichung des Unterschiedes:
    • Betriebliche Effizienz -> Best-Practices -> Schneller sein im gleichen Rennen
    • Strategische Positionierung -> Einzigartigkeit -> Ein anderes Rennen wählen
  • Das Streben nach Produktivität, Qualität und Schnelligkeit führte in den letzten Jahren zu einem exzessiven Wettbewerb, der die Margen einbrechen liess, jedoch die Wettbewerbssituation der KMU nicht verbesserte
  • Durch operative Massnahmen lässt sich die eigene Position im Vergleich zu den Wettbewerbern nur kurzfristig verbessern. Daher sind Unternehmenspläne, die sich einseitig auf optimierende Massnahmen beschränken, auf Dauer wenig erfolgreich. Unternehmenserfolg setzt vielmehr eine Wettbewerbstrategie voraus: dabei geht es darum nicht den Kuchen neu zu verteilen, sondern diesen grösser zu machen
  • Es gilt eine Wertposition in folgenden drei Schritten aufzubauen: 
    • Eine strategische Positionierung festlegen (produktselektive, bedürfnisbezogende, zugangsbezogene Positionierung). Dabei geht es darum das "Wo" (Wahl des Wettbewerbfeldes – als KMU häufig eine Marktnische), das "Was" (Definition des Leistungsangebotes) und das "Wie" (Bestimmung des Wettbewerbsvorteils – Kostenführerschaft vs. Differenzierung – als KMU ist die Kostenführerschaft wegen geringer Skaleneffekte eher nicht zu verfolgen) zu definieren.
    • Ein möglichst widerspruchfreies Geschäftsmodell aufbauen (Ausrichtung der Kompetenzen und Aktivitäten auf die strategische Positionierung und Abstimmung mit den übrigen Marktpartnern). Eine gut abgestimmte Kombination von Aktitiväten lässt sich schwer durch die Konkurrenz kopieren.
    • Eine Verzichtsplanung vornehmen (bewusst verzichten und/oder auslagern)
  • Viele etablierte KMU verfügen über Elemente der gesuchten Einzigartigkeit, die jedoch häufig verwässert wurden. Folgende Fragestellungen helfen den ursprünglichen Erfolgsfaktor herauszuschälen (dieser Kern gilt es dann als Grundlage für die Strategieentwicklung zu nutzen):
    • Welche Produkte oder Dienstleistungen heben sich besondern eindeutig von der Konkurrenz ab?
    • Welche Produkte oder Dienstleistungen sind ausnehmend gewinnträchtig?
    • Welche Kunden(-gruppen) sind besonders zufrieden?
    • Welche Kunden(-gruppen), Vertriebskanäle oder Einkaufsquellen sind besonders profitabel?
    • Welche Aktivitäten in unserer Wertekette unterscheiden sich deutlich von jenen der Konkurrenz und welche sind besonders wichtig für unsere Kunden?
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Risiken eingehen und Wachstum als Führungsprinzip

17. Februar 2009

Ausschnitt aus einem Interview mit Muthar Kent, President und COO von Coca-Cola in der Zeitung "Sonntag" irgendwann im letzten Jahr (2008):

Wie reagieren Sie, wenn in ihrem Unternehmen etwas nicht so läuft, wie sie wollen?
Ich reagiere erst mal positiv, denn wenn alles rund laufen würde, bedeutet das, dass niemand Risiken eingegangen ist. Das wäre schlimm. Ich möchte, dass bei uns mehr Dinge nicht klappen. Nur wenn wir etwas wagen, kommen wir weiter. Ohne Risiko keine Belohnung – das ist ein weiteres wichtiges Führungsprinzip. Wir müssen den Unternehmergeist bewahren.

Keine einfache Aufgabe in einem so grossen Konzern: Er könnte zu einer Bürokratie verkommen:
Richtig. In unserer Organisation arbeiten 800’000 Menschen. Klarheit, Einfachheit, Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein. Wenn wir diese Ziele im Auge behalten, sind wir eine unternehmerische und keine bürokratische Organisation.

Wachstum um jeden Preis, ist das wirklich richtig?
Ja, denn ohne Wachstumsstrategie geht die Kultur verloren, die wir dringend brauchen: die Siegermentalität, der Vorwärtsdrang, der Kampfeswille.

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Aussagen/Ergänzungen zum Thema Wissensproduktivität

17. Februar 2009

Nachfolgend ein paar spannende Aussagen/Ergänzungen zum Thema Wissensproduktivität aus dem Heft "Die Organisation des E-Business VIII" von sieber & partners:

  • Zur Optimierung der Zusammenarbeit sollten folgende zwei Fragen jederzeit beantwortet werden können. D.h. es braucht weitere/andere/angepasste ICT-Mittel zur entsprechenden Unterstützung (Intranets, Wikis, Foren, Blogs, Twitters, etc.).
    • "Kann ich dir helfen?" – Jeder muss sehen was der andere gerade macht.
    • "Wie weit bist du?" – Jeder muss offenlegen wie weit er mit seiner Arbeit ist. Vielfach herrscht die Meinung vor, dass nur fertige Resultate einander zur Verfügung gestellt werden sollen.
  • Wichtig und wertvolle Eigenschaften von Wissensarbeiter: Vernetztes Denken und der Wechsel vom Generalisten zum Spezialisten und umgekehrt
  • In der Wissensarbeit können folgende zwei Methoden mit Hilfe von ICT beschleunigt, vereinfacht, und verbessert werden: Reflexion (nachdenken) und Interaktion (Gedanken austauschen). Dies führt auch zu einem Paradigmenwechsel bei den Beschaffungskriterien von Software: Von bester Abdeckung der verlangten Funktion zu schnellen und einfachen Systemen, die sich auf das Wesentliche konzentieren. Dieser Wechsel sollten sich Anbieter und/oder Hersteller bewusst sein. Wiedereinmal soll der Fokus auf die Lösung und nicht das Produkt an sich gelegt werden… Solution Selling

Das spannende Heft von sieber & partners wird des weiteren mit diversen Fallstudien ergänzt.

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Keep It Rather Complex – Windows 7 in sechs Versionen

4. Februar 2009

Na ja, warum einfach wenn es auch kompliziert geht ;-). Microsoft released Windows 7 tatsächlich wieder in sechs verschiedenen Versionen: Home Premium, Professional, Basic, Starter, Enterprise und Ultimate.
Obwohl die Strategie bereits bei Vista kritisiert wurde hält Microsoft am Konzept fest. Solche Vielfalt sei nötig um für alle Hardware-Partner aber auch alle Konsumenten mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen ein passendes Produkt zu haben (Netbooks, Game-PCs, Emerging Markets, etc.). Hauptsächlich wird sich der Verkauf wieder um Home oder Professional drehen. Ich habe jedoch schon sehr viel gutes über die neue Generation gehört – so im Style von: sieht aus wie Vista ist aber viel besser…

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Microblogging – vom Twittern und Yammern als Produktivitätswerkzeug

4. Februar 2009

Seit ein paar Tagen habe ich das Twittern entdeckt (eine Art Microblogging). Ich weiss, gibt es schon lange, doch erst beurteilte ich dieses Phänomen eher als störend als wertvoll. Ich habe nicht gross Lust viele Informationen über mein Privatleben preis zu geben, jedoch finde ich es spannend etwas persönlicheres aus dem engeren Umfeld von guten Kolleginen/Kollegen zu erfahren. Man bleibt so etwas enger in Kontakt. Hier kannst du mir folgen.
Zudem sind die einzelnen Beiträge auf 140 Zeichen beschränkt und somit schnell gelesen. Die Beiträge kann ich auch sehr rasch überfliegen und nur lesen was ich gerade will (habe dazu auch das Firefox-Plugin Twitterfox installliert – push und nicht nur pull).
Interessant finde ich auch Yammer – Company-Twittern. Namics macht gerade die ersten Erfahrungen dazu. Ich werde dies demnächst einmal in einem Team bei der Arbeit antesten. Ein wichtiges Element des Knowledge-Management ist ja zu Wissen was andere im Team tun – nur dann kann ich bei Bedarf auch helfen und mich besser abstimmen. Dazu könnten Yammer und Twitter wertvolle Werkzeuge sein – wir werden sehen.
Klar gibt es auch tradionellere Plattformen, um den aktuellen Status mitzuteilen, doch mit Xing verwalte ich meine Kontakte und erfahre etwas über Personen rumd um meine Arbeitswelt, doch für das eigentliche in Kontakt bleiben scheint Twitter geeigneter. Facebook ist mir dann wiederum zu persönlich.