Archive for Januar 2009

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Erfahrung mit Pulsuhren

25. Januar 2009

Ein Beitrag aus einem Quevita-Forum, den ich kürzlich gepostet habe:

Ich benutze eine Polar RS200. OwnIndex, OwnCal und all den "SchnickSchnack" brauche ich nicht. Ich will meinen Puls kennen, die Pace (Tempo in min/km) und die Distanz und/oder Zeit. Für Pace und Distanz nutze ich den Polar S1 Laufsensor.

Was noch nett wäre (jedoch nur eine Spielerei, mit der weder meine Zeiten sich weiter verbessern, noch meine Fitness zunimmt ;-)) ist ein GPS Modul. Ein solches Modul gibt es inzwischen auch von Polar – G1 GPS Sensor (inzwischen gibt es auch schon einen G3), jedoch bräuchte ich dazu eine neue Uhr (z.B. Polar FT80).

Dies ist von mir aus gesehen auch der einzige Nachteil von Polar gegenüber dem Hauptkonkurrenten (oder der anderen "Weltreligion") Garmin. Uhr, S1 und G1 sind nötig um alle Daten aufzuzeichnen. Bei Garmin gibt es alles in einer Uhr. Dafür ist die Pace etwas ungenau, was mich persönlich stört. Zudem ist der 305 etwas "klobbig" und die 405 ist eher eine Spielerei und nicht unbedingt praxistauglich, da die tollen 305 Anzeigen fehlen. Aber dazu (Polar vs. Garmin) gibt es in etlichen Foren heftige Diskussionen, die ich hier gar nicht entfachen möchte :-).

Die RS200 zeichnet übrigens keine laufenden Daten auf, sondern kann "nur" Maximum und Durchschnitt aufzeichnen. Jedoch lässt sich die Strecke in Abschnitte teilen, d.h. ich kann Max und Durchschnitt für beliebige Teilstrecken auswerten (z.B. interessant für Intervall-Trainings).

Die Daten werden übrigens via Ton auf den PC gespielt, d.h. es braucht ein Mikrofon (tönt wie in alten Akkustikkoppler/Modem Zeiten :-)). Ich trage jedoch meine Werte manuell in eine Excel Sheet ein. Da mache ich dann auch statistische Auswertungen und mache Vergleiche zur vorhergehenden Trainingssaisons. Die Polar Trainings-Software kann mit der RS200 nicht genutzt werden. Ich kenne diese daher nicht, habe aber sehr viel Positives dazu gehört. Nebst "meinem" Excel Sheet arbeite ich vor allem mit dem Vicsystem (www.vicsystem.ch) – ein sehr fordernder Trainingsplan basierend auf dem Wissen von Viktor Röthlin. Der Plan passt sich laufend an – schreibe dazu und meinen Erfahrungen mit dem System dann noch einen separaten Artikel.

Leider wird die Polar mit dem WearLink Brustgurt (übrigens mit codiertem Signal, damit man sich mit einem eventuellen Trainingspartner nicht in die Quere kommt) mit der Zeit etwas ungenau durch die Abnutzung und Verunreinigungen (der Puls stimmt dann nicht mehr und fällt aus oder ist unrealistisch tief oder hoch). Kürzlich habe ich jedoch den Gurt ersetzt und nun funktioniert wieder alles hervorragend.

Ich bin rundum zufrieden mit meiner RS200/S1 Ausrüstung!

Eine Mischung aus Polar und Garmin, wäre jedoch noch interessanter – ich wünsche mir den Polmin (oder Garlar) 2009 oder dass Polar die Uhr, den S1 (oder noch besser S3) und G1 in ein Gehäuse steckt. Und dann wünsche ich mir natürlich auch gleich ein Abgleich mit diversen Trainingsplänen (z.B. vicsystem Feedback).

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Brauche ich eine Pulsuhr und welche Messungen machen Sinn?

25. Januar 2009

Zwei Beiträge aus einem Quevita-Forum, die ich kürzlich gepostet habe:

FRAGE:
Brauche ich eine Pulsuhr?

MEINE ANTWORT:
Ja, Pulsuhr kaufen! Polar, Garmin oder was auch immer. Nicht nur wegen dem Fit-Zustand sondern vor allem um die "richtige" Trainingsintensität zu bestimmen. Falls du schneller/besser/fiter werden willst, dann ist die Varierung enorm wichtig. Jedoch ist eine Pulsuhr auch für nicht ambitionierte Sportler wichtig, um sich z.B. nicht zu Überanstrengen und/oder Abweichungen der Pulswerte bei möglichen Infekten, Übermüdung. etc. fest zu stellen (klar kannst du auch auf deinen Körper hören, doch die Zahlen auf dem Display lassen sich nicht täuschen im Gegensatz zu deinem Empfinden ;-))

FRAGE:
Welche Messungen machen Sinn:

MEINE ANTWORT:
Die Pulswerte sind sehr individuell und können nur durch Tests wie Conconi, Lactat oder weitere festgestellt werden. Eine allgemeine Maximalpulsregel lautet 220 – Alter = Maxpuls. Die anaerobe Schwelle (= höchstmögliche Belastungsintensität, welche noch ohne zunehmende Übersäuerung aufrechterhalten werden) liegt normalerweise bei 70-80% des Maxpulses.

Jedoch auch ohne deine genauen Übergangswerte zu kennen, hilft es den Puls zu messen – nämlich um nicht einfach drauf los zu rennen. Viele Laufbeginner machen genau diesen Fehler. Jogging-Schuhe an und ab was das Zeug hält. Danach ist man todmüde und findet laufen überhaupt nicht toll und erholsam. Daher Pulswerte am Anfang lieber tief (120-130) halten, bis man etwas trainiert ist. In diesen Pulsbereichen macht Laufen Spass und ist erholsam!

Es braucht übrigens nicht unbedingt ein GPS um das Lauftempo zu kennen. Polar bittet mit dem S1 oder S3 einen Laufsensor an, der am Fuss fest gemacht wird. Anhand der Beschleunigung misst dieser das Lauftempo – und dies auch ohne Kalibrierung sehr genau!
Die teureren Pulsuhrmodelle sind meist auch noch fürs Fahrrad geeignet und haben auch meist viel mehr Messwerte (z.B. nicht nur Durchschnittswerte, sondern auch laufende Werte, d.h. man kann nach dem Lauf die Pulsuhr an den Computer anschliessen und die Daten sehr genau auswerten).