Archive for Juni 2007

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SiteTradr – die Entstehung einer Web 2.0 Applikation

13. Juni 2007

sitetradrSeit ein paar Tagen haben wir unser erstes Web 2.0 Projekt lanciert – SiteTradr

Linksammlungen (SiteLists) zu beliebigen Themen (das Ziel wäre natürlich Themen, die im Schulumfeld gut genutzt werden können) können abgelegt, dokumentiert und ganz einfach anderen Benutzern zur Verfügung gestellt werden. Ebenfalls lässt sich nach neusten, populärsten, am besten bewerteten, themenspezifischen, etc. SiteLists suchen.

Im Zusammenhang mit unserem Produkt Surf-Lock2 können solche SiteLists noch einfacher getauscht werden. Eine SiteList kann somit direkt für den Unterricht freigegeben werden, wobei sämtliche andere Internetseiten blockiert werden.

Die SiteLists lassen sich einfach bei del.icio.us oder mister-wong abgelegen. Verschiedene Site Lists können zusammengefasst, als ganzes Paket exportiert und in diversen Web-Browsern oder Surf-Lock2 importiert werden. Der Service kann ohne Registration frei genutzt werden.

Die Video Tutorials helfen sich noch ein besseres Bild des SiteTradrs zu machen.

Die Entstehung
Es war einmal eine Idee… Die Entstehung des Projektes war sehr spannend. In einem Meeting wurde nebenbei erwähnt, dass das Austauschen von Surf-Lock2 Linksammlungen unter Lehrern doch noch interessant sein könnte. Zu Zweit haben wir die Nebenbei-Idee dann aufgenommen und weitergesponnen. Da wir wussten, dass eine „offizielle“ Entwicklung einer Web 2.0 Anwendung wegen diversen anderen wichtigen Produkte-Releases zum Zeitpunkt nicht auf allzuviel Begeisterung stossen würde, haben wir den Beschluss gefasst, dass Ganze erst einmal etwas weiter zu treiben und einen ersten Prototypen zu erstellen, bevor wir die Idee der ganzen Gruppe präsentieren. Dafür haben wir das OK an oberster Stelle geholt, drauflos brainstormed/designt/entwickelt/getestet/getextet und ein paar Stunden Freizeit investiert. Nach 2-3 Wochen hatten wir den ersten präsentierbaren Prototypen. Dieser ist dann auf grossen Anklang gestossen und alle Beteiligten waren plötzlich enorm begeistert. Das wäre bei der Präsentation einer „nackten“ Web 2.0-Idee, noch nicht der Fall gewesen. Dank der Begeisterung gingen dann alle weiteren Schritte recht flott und wir konnten dem „Baby“ innert kürzester Zeit auf die Beine helfen und es in die Organisation „übergeben“. Ich bin stolz, dass wir als Projektpusher es geschafft haben, dank einer „undercover“ Aktion dem Projekt den nötigen Schwung zu geben! Das Teil wurde inzwischen rund um den Globus angekündigt und ist auch schon in den ersten Web 2.0 Verzeichnissen und Blogs aufgetaucht.
Manchmal ist es wichtig Umwege zu gehen, um einen Erfolg zu erzielen…

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Google Gears – Offline Internetapplikationen

4. Juni 2007

Ja ja, lang lang ist’s her… Nix mit Vollzeitbloggen – Ich will die Ausredenliste gar nicht anzapfen, sondern fahre gleich weiter mit dem eigentlichen Inhalt 🙂

Bin heute durch Osi auf folgende Google-Neuheit gestossen: Google Gears – klar erst in Beta ;-). Neu – nicht wirklich – doch die Lancierung hat mich dazu motibiert mein Blog wieder etwas zu entstauben…
„Google Gears is an open source browser extension that lets developers create web applications that can run offline“ umschreibt eigentlich das wesentliche. Vorteil gegenüber „bisherigen“ Lösungen ist ein durchdachtes Architekturmodell. Die Evolution von Architekturmodellen wird sehr schön auf einer dedizierten Architekturseite beschrieben. Dort werden auch diverse Designoptionen zum Thema On- und Offline Applikationen einfach beschrieben: Isolation der Datenschicht, Verbindungsstrategie, Modalität und Datensychronisation. Die Beschreibungen zeigen, dass es sehr wichtig ist entsprechende Überlegungen schon ganz am Anfang im Design der Applikation mit einzubinden!
Interessant wird Gears auch, wenn die Technologie auf Handhelds/Palms/Handys (zur Zeit werden folgende OS/Browser unterstützt: Link) eingesetzt werden kann. Durch eine saubere Trennung der Applikationsschichten, muss der fehleranfällige Spaghetticode (direkter Zugriff auf Daten vom Client-UI aus, ohne irgendwelche Schichtung der Applikation) nun nicht für jedes Client-UI neu geschrieben werden. Also bitte, nix mehr Spaghetti, sondern eine klare Trennung von Kompetenzen (GUI-Designer vs. DB Programmierer) und Code-Aufgaben – nur so lassen sich Intenetapplikationen wirklich skalieren! Diese Trennung ist server-seitig längst bekannt, doch mit Gears wird as Modell endlich auf den Client erweitert. Ohne mit Gears rumgespielt zu haben, gehe ich davon aus, dass somit auch viel Code, der serverseitig implemtiert wurde, nun auch lokal auf dem Client verwenden werden kann. Somit reduziert sich die Programmierarbeit und auch die Fehlersuche wird vermutlich vereinfacht.

googlegears

Kurzbeschreibung der Architektur: Server Data Layer und Local Data Layer übernehmen die Kommunikation mit dem Server respektive der lokalen Daten. Application UI wird auf das wesentliche reduziert, nämlich die Darstellung der Daten/Applikation. Somit können auch UI Experten nun dediziert in dieser Schicht arbeiten, ohne sich um weitere Applikationslogik zu kümmern.
Der Data-Switch regelt den Zugriff auf die Daten und entscheidet auch, wo die Daten geholt/geschrieben werden. Dort kann auch eine Security-Modell umgesetzt werden.
Die Sync-Engine kümmert sich um den Abgleich der Daten und stellt Daten auch asynchron lokal zur Verfügung (siehe auch WorkerPool).

Da das Ganze Open Source ist, gehe ich davon aus, dass gewisse Erweiterungen (gerade knifflige Teile, wie die Sync-Engine) schon bald frei zur Verfügung gestellt werden. Bin gespannt auf die ersten Nicht-Google Applikationen und eure Erfahrungen mit der Technologie!