Archive for August 2006

h1

Etwas anders machen, um in China Erfolg zu haben

31. August 2006

"You can succeed in the world’s fastest growing market [China] but only if you learn new way of doing business" – Steven Sams, VP of Strategy at IBM. 

Erfolg zu haben in China heisst sich Gedanken machen über neue oder angepasste Geschäftsprozesse, Positionierung, Produktbepreisung, Lizenzmodelle, Marktauftritt und ganz wichtig lokale Partnerschaften. Einen Business Case für China zu rechnen ist einfach – 1 Milliarde Chinesen brauchen eine Zahnbürste, doch warum sollen sie diese nicht selbst und günstiger produzieren?

Wer in der produzierenden Industrie (z.B. Autoindustrie, Uhren, Mobiltelefone, etc.) in China Erfolg haben will muss ein modulares und flexibles Produktionssystem aufbauen, dass die lokalen Stärken des Landes mit einbezieht. Dazu habe ich keine praktischen Erfahrungen – doch ist eigentlich nachvollziehbar. Ansonsten wird es schwierig mit dem enormen Preisdruck und dem nötigen "Guanxi" Erfolg zu haben.

Im Falle von Software gibt es auch mehrere Möglichkeiten in China Erfolg zu haben – selten funktioniert dies über den Preis, die Qualität oder das Marketing – doch neue innovative Technologien sind sehr gefragt und sind auch schwierig zu kopieren.

Hast du ebenfalls Erfahrung mit dem Marktaufbau von Software und Technologie in China? Dann lass uns einige Ideen und Erfahrungen austauschen…

Advertisements
h1

TIMTOWTDI – There is more than one way to do it

25. August 2006

Nehme zur Zeit Ruby on Rails etwas unter die Lupe (mehr dazu ein andermal) und bin dann heute auf folgenden Ausdruck gestossen: TIMTOWTDI – "There is more than one way to do it". Ruby sowie auch Perl machen im Gegensatz zu Programmiersprachen wie Java oder Python weniger Vorgaben und bieten absichtlich für jedes Problem mehrere Formulierungs- und Lösungsmöglichkeiten. Ausgesprochen wird TIMTOWDI wie folgt: "Tim Today", "Tim Towtdi" oder auch "Tmtowtdi". "Tim Today" kann ich mir merken! Ist doch ein tolles Motto, das sich auch auf andere Situationen/Gebiete anwenden lässt. Zum Beispiel gegenüber dem Team – "Nicht verzweifeln – Tim Today – somit finden wir bestimmt eine alternative Lösung…" – in Optionen denken – das A und O zur Findung der besten Lösung…

h1

Wie verdiene ich Geld mit Software? Diverse Lizenzmodelle und Ideen

24. August 2006

Es gibt diverse Modelle um Software zu verkaufen. Im Folgenden gehe ich kurz auf diese ein:

  • Durch Werbung finanzierte Software
    Die Software an sich ist gratis und finanziert wird diese durch Werbung. Mit der Hilfe von Google AdSense ist dieses Modell sehr geläufig für Web-Applikationen. Damit diese Model aber rentiert muss die Webseite sehr viele Besucher haben. Zudem funktioniert AdSense nicht bei geschützten Webseiten, da Google da keinen Zugriff hat. Selber Werbung zu betreiben kann sehr aufwendig sein.
    Dieses Modell ist insofern problematisch als der Hersteller und die Werber zwei verschiedene Ziele verfolgen. Der Hersteller will die Software möglichst einfach & intuitiv machen, ohne dass der Benutzer zu sehr von der Werbung gestört wird. Der Werber hingegen möchte möglichst viel Aufmerksamkeit erreichen.
  • Einmalige oder laufende Bezahlung der Software
    Damit der Benutzer für die Software bezahlt muss diese natürlich einen entsprechenden Mehrwert bringen. Die Hürde zur Nutzung wird dadurch natürlich erhöht und es müssen entsprechend viele Benutzer überzeugt werden für die Software zu bezahlen. Durch entsprechende Zahlungsservices (z.B. PayPal) hält sich der administrative Aufwand in Grenzen und wer an den Mehrwert seiner Software glaubt, sollte dieses Modell nicht scheuen. Das Gute an diesem Modell ist, dass der Nutzer auch gleich die Person ist, die die Software bezahlt (nicht wie beim werbefinanzierten Modell). Zudem liegt den Benutzern etwas daran, dass es der Firma und der Software gut geht, da ja dafür selbst bezahlt wird (kann natürlich auch Nachteile haben, da der Einfluss der Benutzer durch die Abhängigkeit vielleicht grösser wird). Der Benutzer wird quasi zum Investor.
    Die laufende Bezahlung hat zudem den Anreiz des kontinuierlichen und besser abschätzbaren Umsatzes. Bei einer Einführung dieses Modells sollte man sich gut mit den Geldflussmechanismen des anvisierten Kundensegmentes auskennen. Verträgt sich das Modell der laufenden Bezahlung mit dem Budget- und Entscheidungsprozess. Der kurzfristige Gewinn und die Marge sind beim laufenden Modell typischerweise kleiner.
  • Support- oder Servicemodell
    Geld wird dabei nicht mir der Software verdient (diese ist typischerweise gratis (z.B. Open Source) oder sehr günstig), sondern mit entsprechenden Dienstleistungen wie Support, Betrieb, Training, etc..
    Das schwierige an diesem Modell ist der Konflikt zwischen Einfachheit und Serviceleistungen. Ziel der Software sollte sein diese möglichst einfach, intuitiv, benutzerfreundlich und einfach in der Wartung zu machen. Eine solche Software bietet aber wenig Raum für Dienstleistungen, ja ist eigentlich sogar kontraproduktiv.

Natürlich gibt es sehr viele Mischmodelle. Eine andere Idee, wäre der Verkauf via andere Produkte z.B. durch Integration der eigenen Software in eine andere Software. Oder man gibt die Basissoftware gratis ab und verdient dann an zusätzlichen Erweiterungen. Oft sieht man bei Webapplikationen auch eine Abstufung der Kosten und Leistungen z.B. eine Gratisversion mit wenig Leistungen bis zur Deluxe Version mit sehr viel Speicher, E-Mail Adressen, Zusatzfunktionen, Support, etc..
Wer hat noch weitere Ideen?

h1

Zusammenfassung: GETTING REAL von 37signals – Tips/Ideen/Trends

21. August 2006

Teil 2 der ZusammenfassungTeil 3 der Zusammenfassung

—————————————————————————————

Follow me on Twitter!

—————————————————————————————

Die Firma 37signals hat nebst toller Software (Basecamp, Campfire, Ruby on Rails, etc.) ein hervorragendes Buch mit wertvollen Tipps für Internet-Firmen geschrieben. Das Buch heisst „Getting Real“ und kann nur online gekauft werden.

Die Tipps und Ideen lassen sich auch für Firmen im allgemeinen Nutzen und sind nicht nur für den Bau einer Web Applikation relevant – obwohl der Untertitel des Buches auf das schlauere, schneller und einfachere Erstellen einer erfolgreichen Web-Applikation hinweist. Das Buch ist in englischer Sprache geschrieben. Ich werde im Folgenden eine in die Deutsche Sprache übersetzte Zusammenfassung erstellen und ein paar spannende Sequenzen daraus aufgreifen.
Ich werde dabei die originalen englischen Kapiteltitel und Stichworte verwenden, da diese sehr prägnant sind und sich einfach merken lassen. Oft reicht es auch nur diese Stichworte zu lesen, um die Ideen zu verstehen. Diese sind zudem sehr hilfreich, falls man sich gewisse Ideen wieder in Erinnerung rufen möchte. Die Zusammenfassung wird sich wahrscheinlich auf ca. drei Blogeinträge verteilen. Im Sinne des Buches habe ich mich kurz gefasst 😉

Introduction / Einführung
Was bedeutet eigentlich „Getting Real“? -> Weniger. Weniger von allem. Weniger Masse, weniger Software, weniger Funktionalitäten, weniger Papier und weniger von allem, was es nicht unbedingt braucht. Und vieles, was man für wichtig hält, ist es im Grunde genommen gar nicht. Getting Real bedeutet auch als Firma klein und beweglich zu bleiben. Getting Real stellt die Benutzeroberfläche und das Benutzerempfinden in den Vordergrund – das was der Kunde sieht. Ausführliche funktionale Spezifikationen können oft blenden und uns in falscher Sicherheit wären – reelle Webseiten wiederspiegeln hingegen die Wahrheit. Getting Real bedeutet auch Iterationen bewusst zu planen – releasen – anpassen – releasen – anpassen etc. Getting Real bedeutet Weg vom „we are doing this to cover our asses process“. Getting Real will uns helfen vieles zu entschlacken und somit einfacher, schneller und günstiger zu machen.

The Starting Line / Die Startlinie

  • UNDERDO YOUR COMPETITION – Mach weniger als dein Wettbewerb. Weniger Funktionalitäten, weniger Optionen und Einstellungen, weniger Personen, weniger unternehmerische Strukturen, weniger Sitzungen und vor allem weniger Versprechen.
  • WHAT’S YOUR PROBLEM – Wenn du ein Problem hast, dann haben tausende andere auch dasselbe Probleme – löse also deine eigenen Probleme, um Probleme anderer Leute zu lösen. Und wenn du deine eigenen Probleme löst, dann macht dir die Erstellung der Software auch Freude und die Freude an der Sache muss im Zentrum stehen.
  • FUND YOURSELF – Nimm nur fremdes Geld wenn du es brauchst. Nutze oder schaffe freie Kapazität, um deinen Ideen um zu setzen bevor du dich durch externe Stimmen einschränken lässt. Limitierte Ressourcen zwingen dich diese sinnvoll einzusetzen. Diese Engpässe födern auch die Innovation. Exit-Pläne werden viel schwieriger sobald Investoren involviert sind.
  • FIX TIME AND BUDGET, FLEX SCOPE – Fixiere die Zeitlinie und das Budget und sei flexibler beim Umfang. Du sollst nie mehr Geld und Zeit in ein Problem investieren, sondern sollst einfach den Umfang deiner Applikation reduzieren. Priorisierung heisst das Zauberwort.
  • HAVE AN ENEMY – Identifiziere den Feind deiner Applikation. Ein Feind hilft dir auch deine Positionierung genauer zu finden. Lass dich jedoch nicht all zu fest von der Konkurrenz (und dem Feind) ablenken und folge vor allem nicht dem Marktführer. Du musst Differenzieren und eine andere, besser Geschichte erzählen können.

Stay Lean / Schlank bleiben

  • LESS MASS – So schlanker deine Applikation, so schneller kannst du auf Veränderung reagieren. Je grösser ein Objekt, desto mehr Energie ist nötig um dieses zu bewegen.
    • Masse wird erhöht durch: Langzeit-Verträge, viele Mitarbeiter, permanente Entscheide, Meetings über Meetings, „dicke“ Prozesse, grosses Lager, Abhängigkeiten von Hardware/Software/Technologie, Proprietäre Datenformate, Langzeit-Roadmaps, Büropolitik, etc.
      Finde heraus, wo Masse verkleinert werden kann!
    • Masse wird verkleinert durch: Just-in-time Denken und Entscheidungen, Multi-task Mitarbeiter (können mehrere Rollen einnehmen), Einschränkungen als Chance nutzen, weniger Software/Code, weniger Funktionalitäten, kleinere Teams, Einfachheit, entschlackte Benutzeroberflächen, Open-source Produkte, offene Datenformate, offene Unternehmenskultur, etc.
      Durch weniger Masse lässt sich das Schiff leichter steuern!
  • LOWER YOUR COST OF CHANGE – Durch weniger Masse lassen sich die Kosten für Änderungen reduzieren.
  • THE THREE MUSKETEERS – Starte mit einem kleinen Team: 1 Entwickler, 1 Designer und 1 Universalist (kennte beide Welten). Man sieht bald ob eine Idee Flügel bekommt und hat dann eine klare und einfache Basis für einen Ausbau.
  • EMBRACE CONSTRAINTS – Nutze Hindernisse als Vorteile und arbeite mit dem was du hast.
  • BE YOURSELF – Immer persönlich und freundlich bleiben. Kleine Firmen sind immer näher beim Kunden.

Priorities / Prioritäten

  • WHAT’S THE BIG IDEA? – Für was steht deine Applikation/Idee? Was ist die Vision dahinter?
  • IGNORE DETAILS EARLY ON – Arbeite vom Grossen zum Kleinen und fokussiere dich auf das Wesentliche!
  • IT’S A PROBLEM WHEN IT’S A PROBLEM – Kümmere dich nicht um Probleme, die du gar noch nicht hast. Entscheidungen sollen dann gefällt werden, wenn man die nötigen Informationen dazu hat. Unterdessen sollte man sich um die Probleme kümmern, die jetzt gleich gelöst werden müssen.
  • HIRE THE RIGHT CUSTOMERS – Finde den Kernmarkt für deine Applikation. Wenn du eine Lösung für alle machen willst, befriedigst zu niemanden.
  • SCALE LATER – Das grosse Problem ist nicht das Skalieren, sondern zum Punkt zu gelangen, wo die Skalierung zum Problem wird!
  • MAKE OPINIATED SOFTWARE – Entweder ist jemand dabei oder eben nicht. Die Applikation muss nicht allen Leuten gefallen. Du sollst dich bewusst für die eine oder andere Richtung entscheiden.

Teil 2 der ZusammenfassungTeil 3 der Zusammenfassung

h1

Googelei – ich google, du googelst, wir googeln, ihr googelt

14. August 2006

Obwohl "googeln" inzwischen als Standartbegriff für die Internetsuche gebraucht wird, nun sogar im Oxford English Dictionary aufgenommen wurde und dies Google doch zu noch mehr Prominenz verhelfen sollte, wehrt sich Google nun und will den Gebrauch des Wortes als Verb verhindern. Grund: Probleme mit dem Schutz der Marke. Dazu wurden ein paar Briefe von Google-Anwälten an diverse Medienunternehmen geschickt. Etwas merkwürdige Vorgehensweise, doch auch schlussendlich hilft auch dies, eine entsprechende Medienaufmerksamkeit zu bekommen 😉

h1

Warum auch ein PC-Gehäuse kaufen?

11. August 2006

pcgehaeuse

h1

Google Flugsimulator

9. August 2006

google-flugWitzige Anwendung von Google Maps: Ein einfacher Flugsimulator „Googles Flight Sim“ bei dem man mit einem kleinen Flugzeug von diversen Flughäfen starten kann. Besten Dank dem Philipp für den Link!