Archive for Juni 2006

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Gadgeteria – Google lanciert auch Miniprogramme

29. Juni 2006

Im neuen Google Desktop 4 sollen Gadgets eine zentrale Rolle spielen. Gadgets sind kleine Miniprogramme, die beispielsweise kleine Spiele, WLAN-Signalstärke, die Uhrzeit oder Newsfeeds anzeigen. Eigentlich ganz nett und teilweise sogar nützlich – einzig die hohe Speicherauslastung ist etwas ärgerlich. Google liefert gleich eine grafische Entwicklungsumgebung "Google Desktop Gadget Designer" bei, mit der sich die kleinen Programme schnell erstellen und testen lassen. Die Oberfläche muss der Gadget-Entwickler zwar per Hand in XML entwerfen, kann das Resultat aber unmittelbar in einer Vorschau betrachten. Ein eingebauter Debugger klärt über Fehler auf.
Gleichzeitig lanciert Google einen Wettbewerb. 8000 US-Dollar sind insgesamt für die drei besten Programme zu gewinnen. Nötig sind solche Aktionen, den Google Gadgets sind nicht die ersten auf dem Markt – Yahoo-Widgets (früher Konfabulator ) sind am weitesten verbreitet und zudem sind in den Betriebssystemen Mac OS X und Windows Vista ebenfalls Widget (oder Gadget)-Engines eingebaut. Willkommen in der Welt der Gadgeteria!

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Google lanciert „Checkout“ – diesmal wird PayPal ins Visier genommen

29. Juni 2006

google-checkoutGoogles geht mit dem Online-Bezahlsystem „Checkout“ an den Start. Der Dienst konkurriert mit dem Bezahldienst PayPal, der bereits über 100 Millionen Mitgliedskonten führt. Paypal gehört zum Internet-Auktionshaus eBay gehört. Google Checkout soll auch in Europa und Asien eingeführt werden. Der Service wird eng mit dem Werbedienst Google AdWord verknüpft werden. Online-Händler können in den Textanzeigen mit einem Logo signalisieren, dass die Kunden ihren Kauf mit Hilfe von Google Checkout begleichen können. Der Dienst wird vom Online-Händler finanziert, der für die komplette Abwicklung des Bezahlvorgangs 2 Prozent (PayPal 1.9) der Transaktionssumme plus 20 US-Cent (PayPal 30) pro Transaktion an Google abführt. Der Händler bekommt zudem Rabatte, wenn der Kauf über eine AdWord-Anzeige zu Stande gekommen ist. Quelle: heise online
Google kann es einfach nicht lassen und will sich mit allen anlegen… die Datenkracke wird immer grösser und mächtiger. Wird PayPal mit weiteren Partnerschaften reagieren – Yahoo, Amazon oder Microsoft? Und inwiefern wird der Xbox Live network Service von Microsoft ein Wörtchen mitreden?

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Blogsitting – der Hütedienst für Blogger

26. Juni 2006

blogsittingNette Idee, falls man sich einmal ein paar Tage Blogging-Ferien gönnen möchte – der Blogsitter. Entweder man bietet sich als Aushilfsblogger an oder man versucht einen Babysitter für das eigene Blog zu finden. Vielleicht könnte ich da endlich ein paar Ghostwriter finden, die dann täglich 2-3 Blogeinträge machen würden – inklusive der Beantwortung aller Fragen und Bearbeitung der Kommentare. Dazu bräuchte Blogsitter noch ein Feature, um Artikel frei zu schalten, d.h. die Ghostwriters texten und ich kann dann nur noch kleine Korrekturen (und vielleicht Zensuren!) vornehmen. Hingegen hat man natürlich als Vollzeitblogger so ein gewisses Verantwortungsbewusstsein gegenüber seiner Leserschaft – somit komme ich wohl nicht drum herum den ganzen Tag selber weiter zu bloggen 🙂
Zur Zeit ist das Business-Modell von blogsitter noch etwas unklar und es gibt kaum Informationen auf der Webseite. Das Ganze ist Beta (wen wunderts?) und läuft mit Google Ads. Jedoch beginnt die Seite mit der Bemerkung „blogsitter.net is in active development. We hope to add features and improve the service constantly“ – vielleicht steckt neben der guten Hoffnung doch noch die eine oder andere nützliche (oder auch nur freakige) Funktion dahinter.
Hier ein paar Vorschläge:

  • Workflow, um Artikel des Blogsitters zu prüfen und freizuschalten
  • Die Möglichkeit für einen Blogsitter Geld zu verdienen
  • Suche nach Leuten für das Aufsetzen eines gemeinsamen Blogs (quasi eine Blog-WG 🙂

Vielleicht bildet sich ja eine neue Berufsgattung: der Blogsitter oder die Blogsittering.

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Global Financial Services Industry 2015 – amazonbay und PALM

20. Juni 2006

gfsFalls jemand Wissen möchte wie die „Global Financial Services Industry“ im Jahre 2015 aussehen wird (oder könnte), der sollte sich das nett gemachte Video (Englisch) der Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) (Investment Bank der Dresdner Bank) einmal anschauen. GoogleCorp und AmazonBay verändern dabei die Finanzwelt. Der Stil ist ähnlich fiktiv wie das EPIC Video zu Googlezone. Von Sport Hedge Funds, eBay Finance Market, Sports Trading Exchange, buy out von IBM, Allianz Sport Risk Solutions zu (PALM) Perfect Asset Liability Management. Nettes Detail: Im Film erscheint immer wieder die „Gurke“ von Norman Foster – das neue Gebäude der Swiss Re in London – ein Wahrzeichen der globalen Finanzindustrie.

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RDF und das Pentagon – soziale Netzwerke als Datenquelle für Schnüffelaktionen

19. Juni 2006

wkwDas Magazin „New Scientist“ hat rausgefunden, dass die NSA (National Security Agency) des Pentagon Geld in die Erforschung der Datenauswertung von sozialen Netzwerken steckt. Dass dies spannend für die NSA, jedoch ungemütlich oder ärgerlich für viele Andere werden kann, zeigt die Grafik mit den Anzahl Benutzern der verschieden Plattformen. Eine Zahl die stetig steigt und mit ihr die Bedeutung solcher Netzwerke. Gerade viele Jugendliche leben heute ihren grossen Selbstdarstellungsdrang auf diesen Plattformen aus (Geschichten, Fotos, Meinungen, Freunde, etc.). Die Amerikaner erholen sich immer noch vom Schock der Meldung, dass die NSA seit dem 11. September 2001 Telefongespräche regelmässig abhört. Dem unrühmlichen Vorgehen kommt das Bestreben des W3C für die Entwicklung von RDF (Resource Description Framework) entgegen. RDF würde dem „semantischen Web“ einen gewaltigen Schub geben, indem allen Daten eine sematische Bedeutung gegeben werden kann – pro Dateneinheit ein einmaliges, vordefiniertes und eindeutiges Tag. Die Auswertung sozialer Netzwerke in Kombination mit anderen Daten zu Personen und in Kombination mit einer neuen Technologie wie RDF würde bedeuten, dass umfassende Personenprofile und vorallem auch Vernetzungsprofile (wer steht welcher Gruppe und welchen Personen nahe?) erstellt und ausgewertet werden können. Wieder eimal muss man sich bewusst werden, welche Daten man über sich selber publizieren will – gelöscht werden diese auf jedenfall nie mehr und ausgewertet und kombiniert werden diese früher oder später ganz bestimmt…

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Zukünftige Touchscreens am Beispiel von Warcraft 3

16. Juni 2006

Interessante Studie mit Film zum zukünftigen Gebrauch von Touch-Screens. Bei Spielen wie Warcraft, wo Profis bis zu 6 Anschläge pro Minute auf der Tastatur erreichen, wird das Ganze jedoch zu einer Fitnessübung. Eigentlich erstaunlich wie langsam die Verbreitung und der Einsatz von Touch-Screens im privaten Umfeld vor sich geht. Ich könnte mir sehr gut vorstellen gewisse Arbeitschritte am Computer via Touchscreen zu machen (z.B. Fenster/Tab wechseln, scrollen, Figuren drehen) und ich denke es würde ganz andere neue Interaktionen ermöglichen, die wir uns zur Zeit gar noch nicht vorstellen können (ausser ein paar Leute an Unis und vielleicht ein paar innovative Köpfe bei Apple ;-)). Spiele könnten durch den Einsatz solcher Panels noch viel interaktiverer gestaltet werden. Eine der eindrücklichsten Umsetzungen von Touch-Screens ist der „Multi-Touch Interaction Screen“ aus dem Film Minority Report der dort zur Datenanalyse gebraucht wird. Ein weiteres Highlight ist die folgende Präsentation der Universität New York – nach 1-2 Minuten googlen musste ich feststellen, dass es im Research-Umfeld hunderte von Beispielen gibt. Ich überlasse es einem Vollzeitblogger, eine entsprechende Analyse des Forschungs- und Einsatzstandes zu machen 🙂

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World of Warcraft – spannender Artikel

15. Juni 2006

wowWorld of WarCraft ist das meistgespielte Online-Rollenspiel. Inzwischen verbingen mehr 6 Millionen (!!) Menschen rund um den Globus täglich Stunden in der Parallelwelt. Die Zeit hat einen Artikel zum Thema geschrieben in dem der Autor seine Abenteuer auf der Jagd nach Seemonstern und Orks während eines Tages beschreibt. Spannend ist, dass jeder Spieler seine eigene spannende Geschichte schreiben könnte – denn es gibt unendlich viel zu erleben. „Und doch starte ich WoW seit 18 Monaten beinahe täglich, verbinde mich mit Azeroth und seinen digital-realen Bewohnern. Denn hinter allen Figuren dieses Zirkus stecken Menschen, die irgendwo auf der Welt am Rechner sitzen“ – Roland Austinat. Neben seinen persönlichen Erlebnissen geht er auch auf Themen wie „Grafik“, „Spielsucht“, „Kosten“, „Der Erfolg“, etc. – toller Artikel! Für alle die das Spiel (Achtung es ist mehr als ein Spiel!!) schon lange einmal ausprobieren wollten – neu gibt es die Möglichkeit eine 10-tägige Demoversion zu nutzen. Und schon bald (geplanter Termin ist Ende 2006) kommt Burning Crusade!
Mein Avatar ruht leider schon seit ca. 3 Monaten 😦 ich hoffe es geht ihm gut 😉 Das Angebot betreffend Vortrag gilt übrigens nach wie vor – im Sommer liegen noch 2-3 Termine drin…