Archive for April 2006

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Top Rating bei Google mit Nebenbemerkung über Übergepäck

19. April 2006

topratingVor ein paar Monaten habe ich über ein paar Eindrücke aus einer China-Reise berichtet. Dabei habe ich mich über die teuren Kosten (2700.- CHF !!!) für das Übergepäck beschwert. Ja genau, bin selber Schuld. Passiert uns bestimmt nie wieder, denn inzwischen ist die Geschichte in der Firma bekannt und niemand wird mehr Messematerial nach China mitschleppen… Da ich ab und zu verfolge, über welche Webseiten Leser dieses Blogs auf mein i-Blog gestossen sind, habe ich bemerkt, dass doch tatsächlich jemand nach „Kosten für Gepäck Übergewicht bei Lufthansa“ gesucht hat und schau an, mein Blog-Eintrag von damals war Suchresultat Nr. 2! Wahnsinn  – wenn dich Google einmal hat, dann… Faszinierend (oder teilweise auch beängstigend) welche Relevanz Blogs heute schon haben können – freiwillig oder unfreiwillig. Bei einer bewussten Suchmaschinen-Optimierung wäre dies bestimmt nicht so gut gelungen 🙂

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Vortrag/Präsentation zum Thema MMORPG und World of Warcraft (WoW)

19. April 2006

wow-vortragDa ich die ganze Welt von World of Warcraft (WoW) oder generell von Massive Multiplayer Online Roleplaying Game (MMORPG) meiner Umwelt etwas näher bringen wollte, habe ich mich dazu entschlossen eine entsprechende Präsentation dazu zu machen. Diese habe ich inzwischen schon mehrmals präsentiert und konnte somit manchem WoW-Muggle einen Einblick in diese faszinierende und enorm boomende Welt verschaffen. Gerne bin ich bereit einen entsprechenden Vortrag auch in deinem Umfeld abzuhalten. Dauer zwischen 1 und 4 Stunden. Dafür habe ich mehrere Slides-Sets gemacht. Das erste Set hat 48 Seiten und illustriert ein paar Minuten im Leben eines Online-Charakters (eines sogenannten Avatars) von WoW. Dazu gibt es auch ein paar Fakten und Zahlen zum Spiel. Was, mit so einem Teil kann man mehr als eine Milliarde im Jahr verdienen? Ebenfalls zeige ich den Erfolg von MMORPG insbesondere WoW auf und gebe ein paar Gedankenanstösse zu virtuellen Welten, Geld, Kriminalität, Trends usw. Das zweite Slide-Set hat weitere 38 Seiten und geht detaillierter aufs Spiel ein (Völker, Klassen, Attribute, Berufe, Städte, Reisen, Zaubern, etc.). Das letzte Set ist eine Zusammenstellung von Artworks (WoW Kunstwerken) und Screenshots und zeigt die Vielfältigkeit des Spiels.

Wie gesagt, lass mich einfach Wissen, wenn du deiner Umwelt ebenfalls einen Gefallen machen willst und ein paar Augen für Neues öffnen möchtest – Offen sein für Neues und nicht in gewohnten Schemas denken. Komme gerne vorbei und über Honorare lässt sich diskutieren, denn zur Zeit werde ich (noch) nicht von Blizzard gesponsert 😉

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Webdesign Anno 1997 – Nostalgie oder Jugendsünden

12. April 2006

Kürzlich habe ich etwas im Internet-Archiv rumgestöbert (Achtung es braucht Geduld – evtl. müssen da Roboterarme eine paar Tapes hin und her schieben ;-)). Dabei habe ich auch ein paar alte (würde sagen uralte) Webseiten gefunden, die ich damals Privat oder auch für meine Auftragsgeber umgesetzt habe. Wenn man sich diese Seiten ansieht, kann man ein Schmunzeln nicht verklemmen – schon Wahnsinn was sich seit damals getan hat. Wenigstens konnte man sich da noch alle HTML Elemente und Attribute auswendig merken. Zudem konnte man solche heute prominente Seiten wie SCB, SCL oder SEHV durchaus als Privatperson so nebenbei betreuen. Leute, die Webseiten gestalten konnten waren Helden! Aber nein, reich bin ich dabei nicht geworden… Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das Gefundene unter Nostalgie, Internet-Geschichte oder sogar Jugendsünden einordnen soll 😉 Hier erstmal ein paar Beispiele aus der Welt des Eishockey.

Schlittschuh Club Bern (SCB) – Homepage 1997
scb
  • Natürlich ist jedes Bild mit einem Schatten unterlegt (Paint Shop Pro lässt Grüssen – ich glaube das war noch Version 3.1!)
  • Einfärben der Bilder links – auch das ein beliebter Effekt
  • Links oben ein Bildchen, um die Seite schön abzurunden
  • Eine „Image Map“ – alle Spielerköpfe sind verlinkt mit den entsprechenden Spielerprofilen (so ein Ding war jeweils enorm aufwendig)
  • Anhand des Quellcodes erkennt man, dass die Seite mit Frontpage 2.0 gemacht wurde – genau das Teil, dass dir jedes Mal den handgestrickten HTML Code zerworfen hat, wenn du einmal in die Designansicht gewechselt hast
  • Richtig erkannt – da gab es noch kein CSS, auch JavaScript war nicht verbreitet
  • Der Browserkrieg war noch nicht entfacht, d.h. die Webseite musste „nur“ in Netscape laufen
  • Frames waren schon damals verpöhnt resp. umstritten
  • Da es noch keine dynamischen Webseiten (à la ASP, PHP, JSP, etc.) und „Includes“ gab, musste man viel mit Copy & Paste arbeiten
Schweizerischer Eishockeyverband (SEHV) – Homepage 1997
sehv
  • Animierte GIFs – eine tolle Spielwiese
    • Damit dem Benutzer klar ist, wo er sich zur Zeit befindet, wurden oft animierte Menupunkte eingesetzt (siehe rotierender Puck oberhalb von „Clubs“)
    • Einblend-Effekte mit Hilfe von GIF-Animationen waren ebenfalls sehr beliebt
    • Hier ein weiteres Müsterchen. Ist doch toll wie der Puck über die Seite fetzt 🙂
  • Fast jede Homepage hatte eine Einstiegsseite (Tunnel, Portal, Welcome) usw. Bevor eine Webseite aufgeschaltet wurde hat man sie schon Mal mit „Diese Seite ist im Aufbau“ angekündigt. Ist ja heute wieder absolut im Trend – neue Web 2.0 Seiten geben dem Besucher erstmal die Möglichkeit sich zu registrieren, damit man dann alle auf einmal bei der Live-Schaltung informieren kann. Damals war auch ok, noch nicht fertige Inhalte mit „Under Construction“ zu bezeichnen. Die alten Hasen kennen diese Logos bestimmt noch 😉 – Bauarbeiter mit Schaufel oder rot, gelb, schwarzer Querbalken (wenn es geht noch animiert, dass ihn wirklich niemand übersieht)
  • Wer kennt sie nicht, die roten Pillen, die jeweils als Menupunkte gedient haben – es gab sie in allen Farben, Schattierungen, Spiegelungen, Einkerbungen, etc.
  • Hier wurde die Seite ebenfalls noch mit einem kleinen rechts-unten Bildchen abgerundet. Ausgelegt auf 800×600, den 15″ Monitore waren ja schon fast Luxus
Schlittschuh Club Langnau (SCL) – Homepage 1997
scl
  • Kommt dir das Konzept bekannt vor? Genau gleicher Aufbau und gleich/ähnliche Elemente wie die damalige Homepage des SCB. War damals auch völlig ok – Hauptsache man hatte eine Homepage. Da es noch nicht unendlich viele gab, war es auch nicht so wichtig sich von der Masse abzuheben
  • Ja, die Grafikqualität lässt zu wünschen übrig. Vor der Qualität ging es damals aber primär um die Geschwindigkeit. Bilder mussten möglichst klein sein – die meisten haben ja noch mit 14kbs Modems gesurft
  • Die kleinen (hier roten) Punkte waren auch sehr beliebt zur Darstellung von Auflistungen. Schon damals hat man versucht die HTML Sprache (oder besser das Script) zu missbrauchen, um ansprechende Seiten zu gestalten

Dies ein erster Einblick in die Anfänge des Web-Design. Bei Gefallen kann ich gerne noch etwas weiter in die Wundertüte greifen…

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Podcasting – ein ungenutztes Potential

12. April 2006

Laut der Studie "Podcasting Hits The Charts" von Forrester nutzen erst 1% der Haushalte in den USA Podcasting. Die meisten Nutzer hören sich dabei Sendungen zeitversetzt an. Das Abonnieren und regelmässige Hören von News ist nach wie vor nicht sehr populär. Vielleicht ist das Ganze einfach noch zu umständlich. Obwohl die glücklichen Besitzer von i-Pods mit Hilfe von i-Tunes schon sehr einfach zu Podcasts kommen. Schwierig ist vielmehr die für sich relevanten Podcasts zu finden. Wiederum das Thema "Collaborative Filtering". Im Bereich Text gibt es da schon etliche Anwendungen. Vielleicht würde eine W-LAN Unterstützung helfen, damit der Content noch einfacher auf dem i-Pod landet. Oder der i-Pod wird über den Fernseher mit Podcasts "geladen", damit sich der Gang an den Rechner erübrigt. Irgendwie ist die Hürde noch zu gross (oder wir alle zu faul ;-)).

Das Potential von Podcasts ist bestimmt gewaltig. Die Möglichkeit Leerpausen während der täglichen Zug- oder Autofahrt mit wertvollen Infos zu ergänzen, die einem ganz bequem vorgelesen werden, ist faszinierend. Warum machen wir es eigentlich nicht alle?

Im Ausbildungsbereich würde eine Ergänzung der Textlastigkeit mit Audio frischen Wind bringen und teilweise auch die Lerneffektivität erhöhen. Warum gibt es denn kaum Lerninhalte als Podcasts? 

Doch eigentlich warum "nur" Audio? Vielleicht sollte man einfach gleich die nächste Welle nehmen und auf Videocasting setzen. Wie nett wäre es, wenn die News auch gleich mit Bildern ergäntzt werden können. Müssen nicht gleich ganze Filme sein, sondern auch das Einblenden von einzelnen Bildern wäre enorm hilfreich – Fotos oder auch illustrative Darstellungen.

MP3 hat sich inzwischen problemlos durchgesetzt – warum tut sich der Schritt zu Podcasts so schwer. Ideen?

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Kandidaten für das nächste Googles, Yahoo oder Microsoft? – Die Post geht ab!

10. April 2006

Letzte Woche gab es einen interessanten Artikel von einem Blogger (Jim) auf Yahoo 360. Er geht dabei kurz auf 25 in 5 Kategorien eingeteilte Firmen ein, die er als absolut heisse Internetfirmen einstuft – die Kandidaten für ein nächstes Google, Microsoft oder Yahoo.
Anlass dazu die nächsten Kandidaten am Horizont zu evaluieren gibt es genug. Im Sillicon Valley heizt sich die VC/Cash/Start-Up Stimmung wieder auf. Web 2.0 in aller Munde. Billige Hardware, Open-Source und immer bessere Bandbreiten bieten Nährboden für viele neue Business-Modelle und Firmen. Viele unter dem Motto „Zusammenarbeiten, Spass haben, sich zeigen und das kollektive Wissen fördern“. Viele er erwähnten Firmen sind Start-Ups mit teilweise nicht mehr als 10 Mitarbeitern.
Im Folgenden habe ich die Kategorien und Namen von Jims Favoriten kurz aufgeführt und mit ein paar persönlichen Bemerkungen ergänzt. Weggelassen habe ich dabei die Kategorie „Under The Hood“ – diese Auflistung und Wertung von Jim kann ich nicht so richtig einschätzen, da ich die entsprechende Konkurrenz zu wenig genau kenne. Details zu den Firmen können im erwähnten Artikel gefunden werden (und „nur“ kopieren macht nicht wirklich Spass ;-)). Auffallend ist dabei, dass die Mehrheit dieser Firmen aus Kalifornien stammt (nein, der Autor lebt nicht im Sillicon Valley sondern in Indiana). Interessant, dass auch kein einzige europäische Firma erwähnt wird – und somit natrülich auch kein Schweizer Start-Up! Also los!!!!!

  • Social Media: Digg (News aggregator), Last.fm (Social radio), Newsvine (Collaborative publisher), Tagworld (Social networking), YouTube (Video sharing)
    Dazu gibt es noch viele, viele, viele, viele, viele kleinere und lokalere Plattformen, die durch entsprechende Zusammenschlüsse und Kooperationen ebenfalls zu sehr heissen Kandidaten werden können.
  • Mashups and Filters: Bloglines (online fead reader), Eurekster (Search mashup), Simply Hired (Job search engine), Technorati (blog search engine), Trulia (real estate mashup), Wink (tag search engine)
    Dazu würde ich unbedingt auch Wikio (Kombination aus blog search engine und Wiki), Accoona (intelligente Suche), BuBBles (intelligentes Tag Scoring und Filtering) und Pandora (music filtering/digging) hinzufügen.
  • The New Phone: Fonality (Open source telephony software), SIPphone (Internet phone software), Iotum (Presence management software), Vivox (peer-to-peer voice technology).
    Hier würde ich auch Fon (WiFi für alle) hinzufügen, obwohl dies viel mehr als Voice ist.
  • The Webtop: JotSpot (Wikis and online spreadsheet), 30Boxes (Online calendar), 37signals (Online project management), Writely (Online word processing), Zimbra (online e-mail)
    Weitere vielversprechende Webtops habe ich früher schon einmal gebloggt.

Ich bin gespannt wie viele dieser Firmen in einem Jahr noch existieren. Eine Konsolidierung ist absehbar, doch wer wird der grosse Gewinner? Wie viele gehen an die Börse und wer wird gekauft. Bei diesem Rennen müsste man doch fast dabei sein…

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Jaaaaaaa – ich gebe es ja zu – ich mache es auch…

7. April 2006

paniniJeder tut es, doch man spricht nicht gerne darüber. Man will ja kein Kind mehr sein – wenigstens nicht gegen aussen und gegenüber der Minderheit, die das Ganze doof findet. Wer kennt das leidige und trotzdem immer wieder frohe, regelmässig wiederkehrende (alle 4 und für die Freaks alle 2 Jahre) Ritual nicht? Genau, Panini WM/EM Fussballbilder sammeln. Diese Saison habe ich bis heute(!) widerstehen können, doch heute ging es dann los. Der Geist war willig doch das Fleisch war schwach 🙂 Mit 596 Bildern wird es diesmal besonders schwierig und zudem sind viele Kioske ausverkauft. Nachdem ich mir auf meiner Liste mit den 237 Geschäftsideen letzte Woche noch Fusballbilderaustauschbörseforum-Manager notiert habe, bin ich heute auf Blogs auf ein paar erste Ansätze gestossen. Das was mir vorschwärmt ist noch nicht dabei, doch immerhin schon die ersten Helferchen bei Sammeln und Tauschen – http://fussballbilder.ch/http://www.20min.ch/wm2006/fussballbilder/http://www.doktorfisch.ch/blog/?p=112 – doch so richtig automatisch und einfach geht es auch da nicht. Ist aber eigentlich egal, denn das Fachsimpeln im Kaffeeraum und die hektischen Diskussionen in der Nachbarschaft dürfen/sollen nicht fehlen. Und was gibt es schöneres als so ein Bund Bildchen in den Händen zu halten und zu durchstöbern 😉 Hab ich – hab ich, hab ich – hab ich den? – suchen – gefunden – hab ich – hab ich nicht – hab ich nicht – hab ich ……….. Somit werde ich die Idee auch wieder von der Geschäftsidee-Liste streichen. Und ohne dieses Projekt habe ich auch schön Zeit meine noch 5 geschlossenen Päckchen zu öffnen (ach der Ton ist schon so herrlich :-)) und das Album wieder 10-15 von vorne nach hinten zu durchstöbern. Wenn es eine erfolgreiche soziale Währung gibt, dann sind es Panini-Bilder.

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China und die kleine Mauer zur Zensur

6. April 2006

Die chinesische Domainverwaltung CNNIC hat vor kurzem eine Änderung am System für die Vergabe der Internet-Namen verkündet. Die westliche Welt schreit auf. Doch falsch, es geht nicht darum sich vom Domain Name System (DNS) zu verabschieden, um noch stärker die Informationsverbreitung zu hindern, sondern die CNNIC will zukünftig die Domains „.cn“, „.com“ und „.net“ in chinesischen Schriftzeichen zur Verfügung stellen. Trotzdem ist das Internet in China unter starker Kontrolle des Staates. Die Anbindung ans internationale Netz findet über fünf Gateway-Rechner statt. Also eine zentrale Netzwerkarchitektur, die sich leichter kontrollieren lässt. Inhalte die über die Gateways laufen werden denn auch recht effektiv gefiltert. Doch eine vollkommene Zensurierung gelingt nicht. Intern wird der Datenverkehr durch den Staat nicht gefiltert, jedoch sind die Provider und Internet-Cafés sind verpflichtet Inhalte zu zensurieren.

Aus diesem Grunde stellt Google auch nicht alle Google-Dienste zur Verfügung (keine Blogs und E-Mail Dienst). Man will verhindern, schliesslich lautet die Firmenmission „Don’t be evil“, dass heikle Daten dem Staat einmal ausgehändigt werden müssen. Mit dieser Anforderung wurde Google ja auch in den USA konfrontiert.

Trotz alle Kontrolle hat das Internet erheblich zur Liberalisierung des Landes beigetragen. Online-Foren, Chaträume, Dating-Plattformen usw. blühen im Reich der Mitte. Dabei wird eine perfekte Absicherung nie möglich sein. Und eines Tages wird vielleicht auch die kleine Mauer (5 Gateways) fallen…