Basierend auf dem Buch “Leitfaden Online Marketing” von Thorsten Schwarz ist ein Sonderdruck mit diversen Praxisbeispielen erschienen. Dabei werden Beispiele zum Thema Crossmedia, Online-Werbung, E-Mail-Marketing, Neukundengewinnung, Kundenbindung per E-Mail und Erfolgsmessung erläutert. Im Folgenden eine Zusammenstellung einiger spannenden Punkte und Fachausdrücken und Ergänzungen meinerseits:
- Anhand der Messgrössen “Zufriedenheit der Anwender” und “Verbreitung der Anwendung” wurden einige Trends im heutigen Online-Marketing in zwei Kategorien eingeteilt (siehe auch online-marketing-experts.de):
- Pflichtteil: Usability, Suchmaschinenoptimierung, E-Mail Marketing und Newsletter und Web-Controlling
- Kürteil: Blogs, Nutzergenerierte Inhalte und Web 2.0 Techniken
- Banner- und Suchwortanzeigen sind immer noch die budgetstärksten Posten, jedoch geht der Trend in Richtung Affiliate- und Mobile-Marketing (und so günstiger die Verbindungskosten, desto schneller wird sich der Trend beschleunigen)
- Im Offline-Geschäft gilt das Pareto-Prinzip (Konzentration auf wenige Grosse), im Internet gilt eher der Longtail-Effekt (viele Kleine)
- Immer mehr zählt auch die Empfehlung durch Freunde in Social-Communities (kollaborative Filter – anhand von Tags anstatt Kategorien zur sogenannten Folksonomy)
- Crossmedia: Online-Kampagnen (z.B. dedizierte Micro-Site) mit Offline-Massnahmen (z.B. personalisierte Einladung) haben grosse Wirkung (Offline-Stärke: physische Präsenz und Online-Stärke: automatisierte Kundendialog)
- Beim Engagement-Marketing steht das Produkt und/oder die Marke eher im Hintergrund. Die Zielgruppe wird mit zielgruppenspezifischen Themen und Umfelder und kreativen Content-Angeboten aktiviert
- Durch kreative Domain-Namen kann hohe Aufmerksamkeit erreicht werden
- Contextual-Advertising: Keine Online-Werbung nach dem Giesskannenprinzip, sondern die Werbebotschaft wird individuell auf die Wünsche des Betrachters abgestimmt, damit die Werbung eine Bereicherung wird (Werbung die lernt – Analyse E-Mails, Newsletter- und Webseitenverhalten, Umfragenantworten, etc.)
- Mailings geraten schnell in Vergessenheit und Newsletter halten die Erinnerung wach (gute Idee: der Useletter)
- Es gibt verschiedene Varianten von E-Mail-Marketing-Lösungen: Do-it-yourself, Lizenzen, ASP-Lösungen und Fullservice-Abwicklung. Vorteil der ASP-Lösungen ist, dass diese immer auf dem aktuellsten Stand ist, die meisten Anbieter gute Kontakte zu den verschiedenen Internet-Service-Providern unterhalten und die E-Mails auf spamverdächtige Elemente prüfen, womit sie die Zustellbarkeit sichern können
- Über 80% der Internetnutzer lassen sich bei der Suche nach Informationen und Produkten von Suchmaschinen helfen -> Suchmaschinenmarketing als wichtiges Element, wobei ein sinnvoller Mix aus generischen- und Brand-Keywords gefunden werden muss und deren Performance überwacht werden sollte
- Mit Umfragen mit mehrstufigen Qualifizierungsfragen können schnell, unkompliziert und kostengünstig neue Kunden gewonnen werden
- Kreativität ist der zentrale Schlüssel für eine erfolgreiche virale Kampagne. Es müssen dabei eigene Formate und “Geschichten” erfunden werden, die tatsächlich neu und interessant und damit für virale Aktionen geeignet sind (siehe auch das gute Beispiel hier). Oft findet man die Auflösung oder Weiterführung der Kampagne erst auf einer Micro-Site. Jedoch sollte das Ganze auch einen Effekt auf die Kaufabsicht oder Markenbekanntheit haben (das Moorhuhn von Jonnie Walker hat laut Studien zum Beispiel kaum etwas dazu beigetragen)
- Damit sich in einem Newsletter nicht mehrere Artikel “kannibalisieren” (der Leser klickt auf einen Artikel und kommt nicht mehr zurück zum Newsletter) kann das Konzept der “Circle of Landing Pages” genutzt werden: Dabei erhalten alle Landing-Pages ein einheitliches Layout mit einem prominent positionierten Navigationskasten wo alle Newsletter Artikel verlinkt sind
- Ein Online-Kundenpanel kann helfen diverse Fragen zu prüfen. Dieses muss laufend gepflegt, insentiviert und ergänzt werden
